Wie alles begann ...
Schon die keltischen Brigantier hatten auf dem Berg der Oberstadt ein befestigtes Refugium errichtet, auch die Römer wußten die natürlichen Vorteile dieses Plateaus zu nützen. An sie erinnern römische Mauerreste im heutigen Weinkeller des Schlosses und zahlreiche Münzfunde. Das "Deuring Schlössle" geht in Wesentlichen auf vier Bauphasen zurück:
14./15. Jahrhundert
Entstehung eines dreigeschossigen Herrenhauses auf annähernd rechteckiger Grundfläche. Das Gebäude steht im Schutz der 1250 errichteten Stadtmauer. Die Südwestecke bildet ein Bastions-Turm, er war niederer als der spätere Schloßturm.
Im frühen Mittelalter entstand an der gefährdetsten Bergseite eine wehrhafte Burg. Nach der Stadterhebung von Bregenz im Jahr 1249 kam es unter anderem zur Errichtung der vier Eckbollwerke, im Nordwesten nahe dem Stadttor dem Martinsturm, gegen den Berg bauten die Grafen von Bregenz den Schelmenturm, an der Südostecke den Bäckenturm und an der Stelle des Deuring Schlösschens eine heute nicht näher bekannte Wehranlage.
Um 1660 bis 1689, 1702
Johann Albert von Deuring überbaut entgegen der Stadtverordnung den freien Zwischenraum zur Stadtmauer, erhöht den Südwestturm und überdeckt das Bauwerk mit einem einheitlichen Dach. Der Eckturm erhält eine Zwiebelhaube. Das Innere wird zur privaten Residenz des Johann Albert von Deuring ausgebaut. Zur Ostseite entsteht an der Stadtmauer ein schmaler Anbau mit dem sogenannten "Albertusloch" als Durchgang (heute Frühstücksraum), 1702 wird an der Nordseite der Torkel angebaut.
1915 bis 1927
Historisierende Umgestaltung der Innenräume durch den Eigentümer und Architekten Johann Anton von Tscharner-Merhart. Ausbau des Obergeschosses der Torkel zum grossräumigen Atelier (heute Rittersaal).
1989 bis 1999
Das Deuring Schlössle wird Hotel-Restaurant! Unter den Eigentümern Ernst und Gerdi Huber, später unter deren Sohn Heino Huber, werden die notwendigen gastronomischen und sanitären Einbauten vorgenommen. Bis zum Jahr 1989 wurde das Haus ja privat genützt! Die Räume des zweiten Obergeschosses werden zu Gastzimmern und Suiten ausgebaut.
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History of "Deuring Schlössle" (english version) (15 kb)
L'histoire de l'hôtel "Deuring Schlössle" (francais) (21 kb)
